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Sehr geehrter Herr vom Bovert,

es erforderte viele intensive Beratungen bis es im Rat der Stadt Haan zu dem einstimmigen Beschluss zum Neubau des Gymnasiums Haan kam.

Wenn man sich für etwas entscheidet, hier für ein Projekt, welches sogar mit prognostizierten Baukosten in Höhe von ca. 26 Mio € im Haushalt der Stadt Haan aufgenommen wurde, dann muss man es mit Herzblut voran treiben, direkt Betroffene / Beteiligte ständig und ausführlich informieren und alle zum Mitmachen motivieren. - Das kostet kein Geld, sondern kann durch Mails in einen entsprechenden Verteiler und Pressemitteilung mal eben erfolgen.

Rats- und Ausschussmitglieder der Wählergemeinschaft Lebenswertes Haan (WLH) erfuhren  am 30.05.2015 aber erst durch Information von Anwohnern der Adlerstraße an unserem monatlich stattfindenden Dialogstand in der Marktpassage, dass "Sand ins Getriebe Neubau Gymnasium" kam.  Anwohner hatten sich zum Bebauungsplan beschwert, uns mitgeteilte Vorgänge waren uns nicht bekannt und wir hakten sofort schriftlich nach und baten um Beantwortung unserer Fragen im Fachausschuss am 02.06.2015.

Aber auch wir als Rats- und Ausschussmitglieder mussten dann ca. 4 Wochen warten bis die Fragen mit der Niederschrift der Sitzung beantwortet wurden. Ich beantragte und bekam Akteneinsicht (dies aber nur in "abgespeckter Version"), um mich besser informieren zu können.

Zwischenzeitlich wurde die Verwaltung der Stadt Haan und alle Fraktionen im Rat der Stadt Haan von den Anwohnern zu einem Informationsgespräch
in eine Gaststätte am 02.07.2015 eingeladen, denn die sogenannte "Gerüchteküche" aufgrund von mangelnder Information brodelte und sollte auf Wunsch der Anwohner endlich beseitigt werden.

Schade, dass Sie als Bürgermeister der Stadt Haan an diesem Termin nicht teilgenommen hatten, denn dort wurde wieder eins deutlich:
Durch transparentes Verwaltungshandeln, zeitnahe und umfangreiche Informationen können im Vorfeld Beschwerden und drohende Klagen verhütet werden. Und bei aufkommenden Beschwerden sollte man die Bürgerinnen und Bürger mitnehmen, sich mit diesen an einen Tisch setzen und Lösungsmöglichkeiten gemeinsam erarbeiten.

Dank dem Engagement der Anwohner konnten wir gemeinsam an diesem Abend bereits viele Missverständnisse und Sorgen ausräumen und eine gute Arbeitsgrundlage schaffen.

Erstmalig erfuhr ich als Fraktionsvorsitzende der WLH durch die öffentliche Verlautbarung des Technischen Dezernenten der Stadt Haan,
dass dieser das Ausschreibungsverfahren für den Neubau des Gymnasiums Haan gestoppt hatte wegen der Beschwerdelage. - Und ich konnte mich noch gut daran erinnern, welchen Druck er selbst Ende 2014 aufgebaut hatte, damit zu Jahresende Beschlusslagen erwirkt wurden, um eine zeitnahe Ausschreibung zu ermöglichen.-

Vergeblich warten wir bis heute auf schriftliche Informationen von Ihnen an die Ratsfraktionen,
die auch nicht alle der Einladung der Anwohner nachgekommen waren.

Daher hakte wir am 11.07.2015 schriftlich nach beim Technischen Dezernat und baten um zeitnahe Beantwortung mit welcher Verzögerung im Baubeginn aufgrund des gestoppten Ausschreibungsverfahrens gerechnet werden muss und wie der aktuell Zeitplan für das Gesamtverfahren bis zum Unterrichtsstart im Neubau aussieht.
Wichtig war uns auch zu erfahren, welche Informationen das Technische Dezernat im Nachgang zum Informationsgespräch am 02.07.2015 an die
vom Neubau des Gymnasiums betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner verteilt hatte. Damit auch eine weitergehende transparente Informationslage geschaffen wird.

Auf unsere Anfrage reagierte niemand aus dem Rathaus!

Ich hoffe, dass dieser offene Brief an Sie Herr vom Bovert, nun zeitnah umfassende Informationen ermöglicht.


Meike Lukat
- Fraktionsvorsitzende WLH-

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